MV Goßmannsdorf

Geschichte von damals bis heute

Bereits 1967 nahm der Musikverein Goßmannsdorf an den ersten Wertungsspielen teil. Dabei gewannen die Musiker bei dem Deutschen Bundesmusikfest in Volkach einen beachtlichen 2. Preis.

1968 wurde als Vereinslokal die Gastwirtschaft „Schwarzer Adler“ in Goßmannsdorf bestimmt. Als Dirigent konnte im selben Jahr Alfred Seybold aus Reckendorf gewonnen werden. In der Folge trat die Kapelle des Musikverein Goßmannsdorf zunehmend häufiger auch außerhalb der eigenen Ortsgrenzen auf und wurde dadurch in ganz Unterfranken bekannt. Als festes örtliches Ereignis richtete der Musikverein in den folgenden Jahren jeweils das Heimatfest in Goßmannsdorf aus, das jeweils am zweiten Augustwochenende von Freitag bis Sonntag ein weit gespanntes musikalisches Festprogramm und eine vielfältige Bewirtung bot und auch heute noch bietet.

Als weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Veranstaltung erwies sich auch die Goßmannsdorfer Weihnacht, die mit unterschiedlichen musikalischen Darbietungen während der Adventszeit in der Goßmannsdorfer Stadtpfarrkirche seit 1970 jährlich durchgeführt wird. 1972 wurde dann die noch heute getragene typisch fränkische Musikvereinstracht angeschafft.

1973 erhielt der Musikverein von der Stadt Hofheim die ehemalige Schulscheune, die zeitweise wegen des Anwachsens der Klassen auch als Schulraum genutzt worden war, als Vereinslokal zur Verfügung gestellt. Nach der mit viel Mühe und Eigenleistung durchgeführten Renovierung dient dieses unmittelbar neben der Goßmannsdorfer Pfarrkirche gelegene Gebäude auch heute noch als Ausgangspunkt für alle Veranstaltungen des Musikvereins.

In den folgenden Jahren wurde die musikalische Tätigkeit in Goßmannsdorf durch die Ausbildung jugendlicher Musikanten im Dorf selber, die Gestaltung aller musikalischen Veranstaltungen von Kirche und Vereinen im Dorf, in späteren Jahren auch die Unterstützung der musikalischen Früherziehung im Kindergarten und die Vertiefung von Kontakten zu Blaskapellen in ganz Deutschland und auch Frankreich intensiviert.

1993 wurde als eigenständige Kapelle die Seniorengruppe gegründet, die älteren Musikern die Möglichkeit bot, mit weniger musikalischen Auftritten im Jahr als von der großen Kapelle geleistet ihre musikalische Tätigkeit aufrecht zu erhalten. Zudem diente die Seniorengruppe dazu, Jungmusiker an die Mitwirkung in dem gemeinsamen Spiel einer Kapelle heranzuführen und damit den Übertritt in die große Kapelle zu erleichtern. Gleichzeitig wird in der Seniorengruppe bei wöchentlichen Probentermin großer Wert auf gesellige Veranstaltungen gelegt. Eine besondere Ehrung erhielt die Volksmusikgruppe des Musikvereins im September 1996 bei einem Festakt im Kloster Banz mit der Verleihung des Kulturpreises der Hanns-Seidel-Stiftung für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Bayerischen Volksmusik.

In den folgenden Jahren entwickelte sich außerdem als eigenständige Gruppe die MVG-Band, die sich der modernen und der Unterhaltungsmusik zuwandte und in Kooperation mit anderen Bands aus dem unterfränkischen Raum entsprechende Rock-Konzerte, auch im Rahmen des Heimatfestes des Musikvereins, durchführte.

2004 wurde vom Sportverein Goßmannsdorf, dem TSV, in Zusammenarbeit mit dem Musikverein erstmalig der Lumpenball während der Faschingszeit im Sportheim Goßmannsdorf veranstaltet, dessen musikalische Ausrichtung von Anfang an die MVG-Band übernahm. Bis heute ist der Musikverein Goßmannsdorf auf vielen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb unseres Dorfes tätig; zudem gestaltet er das Gemeindeleben aktiv mit.